ELISA

Enzyme linked immunosorbent Assay, kurz ELISA

Bei dem ELISA-Test werden in einem ersten Schritt Antigene durch Adsorption an die Gefäßwände einer Mikrotiterplatte gebunden. An die Antigene binden spezifische primäre Antikörper. In einem dritten Schritt verbinden sich sekundäre enzymmarkierte Antikörper mit den primären Antikörpern. Das Enzym des sekundären Antikörpers katalysiert in einem letzten Schritt die Umwandlung eines farblosen Substrates in ein farbiges Produkt. Über die Farbreaktion kann der ELISA-Test qualitativ und quantitativ (mit einem Photometer) ausgewertet werden. Der ELISA-Test wird u.a. angewendet zum Nachweis von Krankheiten (HIV, Röteln etc.), Hormonen (Adrenalin, Testosteron etc.), Pflanzenhormonen (Abscisinsäure, Cytokininen etc.) und Herbiziden (z.B. Atrazin). Im Jahr 2002 betrug der weltweite Umsatz mit diagnostischen ELISA-Kits mehr als 20 Milliarden Euro. Der ELISA-Test ist für den Einsatz im NwT- und Biologieunterricht (Kursstufe) geeignet.